Arthur Herzog
Founder, DORA Expert, Risk Manager
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Nachhaltigkeit in Krefeld: Wie gewöhnliche Fahrräder zum E-Bike werden
Artikel auf www.rp-online.de
Nachhaltige Gründung: efusion bietet einen Bausatz, um aus Fahrrädern eBikes zu machen
Artikel auf www.gründen.nrw
KUER.NRW | Grüne Gründungen in Nordrhein-Westfalen
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Was ist IT-Risikomanagement und warum ist es wichtig?
Als IT-Risikomanager möchte ich erklären, worum es in meinem Beruf geht, da für die Meisten, die nach meinem Beruf fragen, der Begriff IT-Risikomanager mehr Fragen aufwirft als er beantwortet. In der heutigen digitalen Welt ist die Informationstechnologie (IT) ein zentraler Bestandteil jedes Unternehmens. Sie ermöglicht effiziente Geschäftsprozesse, verbessert die Kommunikation und schafft neue Geschäftsmöglichkeiten. Doch mit der zunehmenden Abhängigkeit von IT-Systemen steigen auch die damit verbundenen Risiken – sogenannte “IT-Risiken”. Unternehmen, die diese Risiken ignorieren, setzen sich potenziell existenziellen Bedrohungen aus. Ich erkläre, was ein IT-Risiko ist, welche Arten es gibt und warum sich Unternehmen intensiv damit beschäftigen sollten.
Was ist IT-Risiko?
Ein IT-Risiko bezeichnet die Gefahr, dass durch Störungen, Ausfälle oder Angriffe auf IT-Systeme wirtschaftliche Schäden, Datenverluste oder Reputationsschäden entstehen. Diese Risiken können sowohl durch externe Faktoren (z. B. Cyberangriffe, Naturkatastrophen) als auch durch interne Schwachstellen (z. B. menschliches Versagen, mangelnde Sicherheitsvorkehrungen) verursacht werden. Hierbei ist wichtig zu verstehen, dass ein IT-Risiko als Produkt eines konkreten Schadensfalls (hervorgerufen durch eine dieser Bedrohungen) und der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit quantifiziert werden kann.
Arten von IT-Risiken
Cybersicherheitsrisiken
Hackerangriffe, Malware, Ransomware und Phishing gefährden sensible Daten.
Beispiel: Ein erfolgreicher Cyberangriff kann zu Datenlecks führen, die hohe Strafen nach der DSGVO nach sich ziehen.
Betriebsrisiken
Systemausfälle, Hardware-Defekte oder Softwarefehler können Geschäftsprozesse lahmlegen.
Beispiel: Der Ausfall einer ERP-Software kann die Produktion stoppen und hohe Kosten verursachen.
Compliance Risiken
Nichteinhaltung gesetzlicher/aufsichtsrechtlicher Vorgaben (z. B. DSGVO, DORA) führt zu rechtlichen Konsequenzen. Genau genommen sind Compliance Risiken eine eigene Kategorie und gehören gar nicht zu den IT-Risiken. In der Praxis ist es jedoch oft so, dass man sich als IT-Risikomanager auch sehr oft mit Compliance Risiken auseinander setzen muss.
Beispiel: Man bekommt schwerwiegende Feststellungen durch eine Prüfung der BaFin und muss gemäß DORA eine Strafe in Höhe von bis zu 10 Millionen Euro zahlen.
Reputationsrisiken
Datenpannen oder längere Ausfallzeiten schädigen das Vertrauen von Kunden und Partnern. Reputationsrisiken sind auch keine Unterkategorie von IT-Risiken, sondern eher Begleitrisiken, denn bei jedem größeren Ausfall oder Datenleck wird man zusätzlich zu dem finanziellen Schaden höchstwahrscheinlich auch einen Reputationsschaden erleiden.
Beispiel: Die eigene Website fällt dauernd aus und die Kunden können darauf regelmäßig nicht zugreifen. Dadurch bekommt das Unternehmen einen schlechten Ruf.
Warum sollten sich Unternehmen mit IT-Risiken beschäftigen?
Schutz vor finanziellen Verlusten
Cyberangriffe und IT-Ausfälle verursachen enorme Kosten – sei es durch Lösegeldzahlungen, Systemwiederherstellung oder entgangene Umsätze. Laut Studien kostet ein Datenleck im Durchschnitt mehrere Millionen Euro. Durch gutes Risikomanagement sind Unternehmen eher in der Lage solche Szenarien zu vermeiden oder abzumildern.
Erhalt der Geschäftskontinuität
Moderne Unternehmen sind stark von IT abhängig. Ein Ausfall der IT-Infrastruktur kann den gesamten Betrieb lahmlegen. Durch Notfallpläne und redundante Systeme lässt sich die Geschäftskontinuität sichern.
Einhaltung gesetzlicher Vorschriften
Regulierungen wie die DSGVO verpflichten Unternehmen zum Schutz personenbezogener Daten. Wer gegen IT-Sicherheitsvorgaben verstößt, riskiert hohe Bußgelder und rechtliche Konsequenzen. Ein effektives IT-Risikomanagement hilft, Compliance-Anforderungen zu erfüllen.
Sicherung des Kundenvertrauens
Kunden und Geschäftspartner erwarten, dass ihre Daten sicher sind. Ein Sicherheitsvorfall kann das Image nachhaltig beschädigen. Unternehmen, die IT-Risiken proaktiv managen, stärken ihr Vertrauensverhältnis mit Stakeholdern.
Wettbewerbsvorteil durch Resilienz
Unternehmen mit robusten IT-Sicherheitsstrukturen sind widerstandsfähiger gegen Krisen. Dies gibt ihnen einen strategischen Vorteil gegenüber weniger vorbereiteten Mitbewerbern.
Unterschied zwischen IT-Risikomanagement und IT-Security
IT-Security
Ziel: Schutz von IT-Systemen, Daten und Netzwerken vor Bedrohungen wie Cyberangriffen, Datenlecks oder Malware.
Fokus:
– Präventive Maßnahmen (Firewalls, Verschlüsselung, Zugriffskontrollen)
– Erkennung von Sicherheitsverletzungen (Intrusion Detection)
– Reaktion auf Incidents (Incident Response)
Fragestellung: Wie können wir Systeme und Daten schützen?
IT-Risikomanagement
Ziel: Identifikation, Bewertung und Steuerung von Risiken, die sich aus der Nutzung von IT ergeben.
Fokus:
– Analyse von Bedrohungen, Schwachstellen und deren Auswirkungen
– Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken
– Entscheidungen über Risikoakzeptanz, -vermeidung oder -minderung
Fragestellung: Welche Risiken bestehen, und wie gehen wir damit um?
Der Unterschied besteht also hauptsächlich darin, dass in der Praxis die IT-Security Kollegen möglichst Alles mit den modernsten Tools schützen wollen und der IT-Risikomanager abwägen muss: Welche Risiken gibt es überhaupt? Wie hoch sind diese? Welche Tools können wir uns leisten? Welche Maßnahmen machen wirtschaftlich Sinn? Erst nach Abwägung dieser Fragestellungen unter Einbeziehung der betroffenen Parteien können sinnvolle Entscheidungen getroffen werden.
Autor: Arthur Herzog
Bei Fragen bitte eine E-Mail an: info@arthurherzog.de
Das sind meine Empfehlungen für dein eigenes Business:
Was ist der Digital Operational Resilience Act (DORA)?
Die Digitalisierung hat die Finanzbranche revolutioniert, doch mit ihr sind auch neue Risiken entstanden. Cyberangriffe, IT-Ausfälle und Datenpannen bedrohen die Stabilität des Finanzsektors. Um diese Gefahren zu minimieren, hat die Europäische Union den “Digital Operational Resilience Act (DORA)” eingeführt. Da ich fast ein Jahr als Projektleiter einen großen Teil der DORA Anforderungen mit meinem Team umsetzen musste, möchte ich hier kurz erklären, worum es dabei geht.
DORA ist eine EU-Verordnung, die am 16. Januar 2023 in Kraft trat und ab dem 17. Januar 2025 verbindlich für alle Finanzunternehmen gilt. Sie soll sicherstellen, dass Finanzunternehmen und kritische IT-Dienstleister (wie Cloud-Anbieter) widerstandsfähiger gegen Cyberbedrohungen und IT-Störungen werden. DORA gilt für Banken, Versicherungen, Vermögensverwalter, Wertpapierfirmen, Zahlungsdienstleister und andere Finanzmarktteilnehmer.
Die 5 Hauptziele von DORA
Stärkung der IT-Risikomanagementpraktiken
Finanzinstitute müssen Risiken identifizieren und bewerten. Hierbei werden jetzt genauere Vorgaben gemacht, vor allem welche Risiken man bewerten soll. Das führt schließlich dazu, dass Finanzunternehmen ohne ein umfangreiches systematisches IT-Risikomanagement nicht mehr auskommen können.
Ausweitung der Incident-Meldepflichten
Störungen müssen schneller gemeldet werden mit genauen Vorgaben, wie die Berichte auszusehen haben. Ziel ist, dass die Behörden eine bessere Übersicht über die aktuelle Cyberbedrohungslage bekommen.
Regulierung von IT-Dienstleistern
Kritische Anbieter (z. B. Cloud-Dienste) sollen genauer überwacht werden. Da viele Finanzinstitute einen Großteil ihrer IT auslagern, wird die Aufsicht verstärkt ihren Fokus auf das Prüfen von IT-Dienstleistern setzen, bzw. wird die Aufsicht genauer prüfen, ob die Finanzinstitute ihre Dienstleister angemessen überwachen und prüfen. Dementsprechend kommen mit DORA auch Pflichtbestandteile, die nun in die Dienstleiterverträge integriert werden müssen.
Einführung von Resilienz-Tests
Regelmäßige Stresstests für IT-Systeme werden verpflichtend und zwar deutlich umfassender und konkreter als zuvor. Dadurch sollen Schwachstellen vorzeitig erkannt werden.
Ausweitung der Zusammenarbeit zwischen Behörden
EU-weite Koordination bei Cybervorfällen soll möglich werden. Durch eine einheitliche Regulierung in der EU wird eine Zusammenarbeit zwischen den Behörden vereinfacht.
Meine 5 persönlichen Tipps zur Umsetzung der DORA Anforderungen
1. Laut DORA ist es jetzt Pflicht bedarfsgerechte Mitarbeiterschulungen durchzuführen. Das sollte man auch sehr ernst nehmen! Das bedeutet, IT-Mitarbeiter, IT-Sicherheit Mitarbeiter, Fachbereichsmitarbeiter und Führungskräfte jeweils auf sie zugeschnittene Schulungsprogramme brauchen, die regelmäßig durchgeführt werden sollen. Die Schulung der Mitarbeiter bezüglich IT-Sicherheit ist auch ohne die DORA mit der wichtigste Baustein einer guten IT-Sicherheitsstrategie, da der Fehler meistens vor dem PC sitzt.
2. IT-Dienstleister müssen systematisch gemanaged und geprüft werden. Das heißt, es muss kontroliert werden, ob die IT-Dienstleister die DORA Anforderungen erfüllen. Bei Abweichungen muss jedes Risiko systematisch ins eigene Risikomanagement überführt werden. Außerdem sollte man alle Dienstleister-Verträge den DORA Anforderungen bereits angepasst haben.
3. Eine gute DOR-Strategie erstellen! Das bedeutet, nicht einfach nur das Nötigste, was die Anforderungen vorgeben, runterschreiben, sondern sich wirklich Gedanken machen, wie man sich resilient für die Zukunft aufstellen kann und das in Form eines Schritt-für-Schritt Plans verschriftlichen.
4. Klar definierte Eskalationsverfahren für IT-Störungen und Sicherheitsvorfälle etablieren!
Die Vorfälle müssen lückenlos dokumentiert werden, um DORA-konforme Berichte an Aufsichtsbehörden schicken zu können.
5. Regelmäßig und systematisch Tests nach DORA Vorgaben durchführen! Dazu gehören Vulnerability Assessments (Schwachstellenanalysen), Penetrationstests (simulierte Cyberangriffe), Netzwerk-Sicherheitstests, Tests der Business Continuity & Disaster Recovery-Pläne, Open-Source- und Drittanbieter-Software-Analyse. Etwaige Abweichungen müssen auch hier ins Risikomanagement überführt werden.
Fazit
DORA ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung der digitalen Widerstandsfähigkeit im Finanzsektor. Die Verordnung führt zu höheren Sicherheitsstandards, umfassenderer Krisenvorsorge und einer stärkeren Regulierung von IT-Dienstleistern. Zwar bedeutet die Umsetzung zusätzlichen Aufwand und mehr Bürokratie, doch sie reduziert langfristig das Risiko von erfolgreichen Cyberangriffen und Großausfällen bei Finanzinstituten. Für die Finanzbranche soll DORA damit ein zentraler Baustein für mehr Stabilität im digitalen Zeitalter sein. Allerdings muss man ehrlicherweise auch sagen, dass DORA vor allem den sehr großen Finanzinstituten in der Hinsicht langfristig nützt. Kleinere Finanzinstitute und FinTech StartUps werden jedoch große Schwierigkeiten haben alle Anforderungen angemessen umzusetzen und sind daher gefragt sehr clever und effizient vorzugehen, um die Anforderungen umzusetzen ohne dabei eine kostenintensive interne Bürokratie-Maschine (die ein Unternehmen ruinieren kann) aufzubauen.
Autor: Arthur Herzog
Bei Fragen bitte eine E-Mail an: info@arthurherzog.de
Das sind meine Empfehlungen für dein eigenes Business:
Was gehört in einen guten Businessplan?
1. Executive Summary
Der erste Schritt: Was macht einen guten Businessplan aus?
- Erkläre die Geschäftsidee hinter deiner Vision klar und verständlich.
- Wecke das Interesse an deiner Geschäftsidee und die Neugier, weiterzulesen.
- Betone den innovativen Charakter deiner Geschäftsidee.
- Definiere dein Alleinstellungsmerkmal.
- Erkläre, wie sich dein Unternehmen von Mitbewerbern abgrenzt.
- Mach den Nutzen für deine Zielkunden klar erkennbar.
- Beschreibe die Situation auf dem relevanten Markt.
- Erkläre, wie du dir den Marktzugang für dein Unternehmen vorstellst.
- Nenne die Rechtsform, die du für dein Unternehmen anstrebst.
- Führ auf, ob deine Idee bereits geschützt ist oder ob dies angestrebt wird.
- Stell die Kompetenzen deines Teams vor.
- Liste die Höhe des Kapitalbedarfs und die Kapitalverwendung auf.
- Gib einen Überblick über geplante Umsatz- und Ertragsentwicklungen, Investitionen und Personalbestand.
- Scheue dich nicht, Defizite und Schwächen zu benennen.
2. Geschäftsidee
Das erste „richtige“ Kapitel deines Businessplans: Stell deine Geschäftsidee vor!
- Wie definierst du deine Geschäftsidee?
- Was macht den innovativen Charakter deiner Geschäftsidee aus?
- Was ist das Alleinstellungsmerkmal deiner Geschäftsidee?
- Was war der Anstoß für die Entwicklung deiner Geschäftsidee?
- Wie bist du als Unternehmer einzuordnen – eher als Spezialist oder als Generalist?
Nenne deine Unternehmensziele!
- Auf welcher Vision basiert deine Unternehmensgründung?
- Welche Ziele hast du dir langfristig gesetzt?
- Wie sieht deine Strategie zur Erlangung deiner Ziele aus?
- Welche ersten Schritte hast du zur Verwirklichung deiner Vision geplant?
Beschreib dein Geschäftsmodell!
- Nach welchem Geschäftsmodell willst du dein Unternehmen aufbauen?
- Wie lässt sich mit deinem Geschäftsmodell Geld verdienen?
- Was sind die Haupterfolgsfaktoren deiner Geschäftsidee?
- Warum gibt es deine Geschäftsidee noch nicht auf dem Markt?
- Wie groß soll dein Produktions- oder Dienstleistungsumfang sein?
- Wie und mit welchem Aufwand ließe sich eine kurzfristige Kapazitätsausweitung realisieren?
- Wie sieht dein Bedarf an quantitativen und qualitativen Mitteln für die Produkt- oder Dienstleistungserstellung aus?
- Welche Mittel musst du von Dritten zukaufen?
- Wie beabsichtigst du, eine Abhängigkeit von deinen Lieferanten zu vermeiden?
- Wie sieht deine Qualitätssicherung aus?
Beschreib den Entwicklungsstand und –reife deines Produktes!
- Wie definierst du den Entwicklungsstand deines Produktes oder deiner Dienstleistung?
- Wie schätzt du den Grad der Marktreife deines Produktes oder deiner Dienstleistung ein?
- Ist ein Prototyp vorhanden? Welche Weiterentwicklungen sind geplant?
- Welche Ressourcen und Aufwendungen hast du für Weiterentwicklungen eingeplant?
- Welche Prozesse zur Erstellung deines Produktes oder deiner Dienstleistung hast du geplant?
Analysiere die Patent- und Markenrechtsituation!
- Hast du das Patent oder Lizenzrecht für deine Innovation?
- Welchen Schutz deiner innovativen Geschäftsidee vor Nachahmern hast du geplant?
- Wie stellt sich die Patentsituation dar?
- Gibt es relevante Patente oder Lizenzen, die sich im Besitz von Mitbewerbern befinden?
- Wie hoch schätzt du die Kosten ein, wenn du Lizenzen nehmen musst?
- Wie hoch schätzt du die Erlöse ein, wenn du Lizenzen vergeben kannst?
- Welche potenziellen Lizenznehmer gibt es?
Beschreib, welche Zulassungen notwendig sind!
- Welche Gesetze oder Regularien sind für eine erfolgreiche Gründung deines Unternehmens zu beachten?
- Erfüllst du alle gesetzlichen und technischen Voraussetzungen für die Entwicklung und Erstellung deines Produktes oder deiner Dienstleistung?
- Hast du alle gesetzlichen Formalitäten erledigt und die entsprechenden Genehmigungen, Zulassungen und Zertifizierungen eingeholt?
- Entspricht dein Produkt oder deine Dienstleistung den geltenden Normen und Industriestandards?
3. Unternehmerteam
Nenne deine persönlichen Ziele und Motivationen!
- Wie schätzt du deine persönliche Eignung zum Unternehmer ein?
- Steht deine Familie hinter deinem Wunsch zur Unternehmensgründung?
- Welche Motivation haben die Mitglieder deines Teams bezüglich der Unternehmensgründung?
- Ist die Motivation deines Teams groß genug, und kann sie auf Dauer sichergestellt werden?
Beschreib die Qualifikation deines Teams!
- Welche fachlichen Qualifikationen und Branchenkenntnisse bringst du selbst als Gründer mit?
- Über welches Maß an kaufmännischem Wissen verfügst du?
- Welche Kompetenzen in Bezug auf berufliche Qualifikation und Erfahrung haben die Mitglieder deines Gründerteams?
- Kann dein Team die Kernkompetenzen abdecken, die zum Erfolg deines Unternehmens notwendig sind?
- Wie gehst du vor, wenn erforderliche Erfahrungen und Fähigkeiten im Team fehlen?
- Kannst du eine Aussage über die Teamfähigkeit deines Gründungsteams – basierend auf einer früheren Zusammenarbeit – machen?
Beschreib die Verteilung der Managementaufgaben
- Welche Managementaufgabe hast du für welches Teammitglied vorgesehen?
- Wie sieht das Organigramm deines Unternehmens aus?
- Welche Vertretungsregeln hast du aufgestellt, um einen reibungslosen Betriebsablauf zu gewährleisten?
- Wie können kurzfristig ausfallende Teammitglieder ersetzt werden?
Erläuter deine Personalplanung!
- Über welches Potential an Arbeitsplätzen verfügt dein Unternehmen mittel- und langfristig?
- Welche quantitativen und qualitativen Vorstellungen hast du zur Besetzung der einzelnen Positionen in deinem Unternehmen?
- Wie sieht deine Personalrekrutierungsstrategie aus?
- Hast du bereits Stellenbeschreibungen verfasst?
- Welche Gehaltstruktur hast du für dein Unternehmen vorgesehen?
- Wie sind deine Vorstellungen bezüglich der Mitarbeiterphilosophie?
- Wie willst du eine langfristige Personalbindung an dein Unternehmen gewährleisten?
- Welche Weiterbildungsmaßnahmen hast du zur Sicherung der Qualifikation deiner Mitarbeiter geplant?
4. Branche und Markt
Beschreib den Markt, den du bedienen willst!
- Welchen Zielmarkt willst du bedienen?
- Welche Marktsegmentierung hältst du für sinnvoll?
- Wie schätzt du Volumen und Profitabilität der Marktsegmente kurz- und langfristig ein?
- Welche Faktoren erachtest du als einflussreich für das Wachstum in den Marktsegmenten?
- Welches Kundenpotential hat der Markt?
- Wie schätzt du die Gesamtentwicklung der Branchen Klima, Umwelt, Energieeffizienz und Ressourcenschonung und der Nachfrage ein?
- Welche spezifischen Probleme, Hemmnisse siehst du speziell in den Branchen?
Schilder deine Einschätzung des Segmentes, in dem du dein zukünftiges Unternehmen in deiner Branche siehst!
- Welche Faktoren siehst du in deiner Branche als erfolgsentscheidend an?
- Wie siehst du das Wachstumspotential deiner Branche und wodurch wird es bestimmt?
- Welche Trends erwartest du in deiner Branche?
- Welche vergleichbaren Branchen können Orientierungshilfen bieten?
- Welche Preis-, Kosten- und Gewinnentwicklung siehst du in der von dir ausgewählten Branche?
Identifiziere deine potenziellen Kunden!
- Welche kaufentscheidenden Faktoren kannst du für deine Geschäftsidee benennen?
- Welcher Nutzen ergibt sich für deine Kunden und warum sollten sie speziell auf dein Produkt oder deine Dienstleistung zurückgreifen?
- Was ist der USP deines Produkts oder deiner Dienstleistung?
- Welche Kundengruppen willst du ansprechen (Privatpersonen, Gewerbekunden, Öffentliche Auftraggeber, Großkunden)?
- Gibt es Versionen deines Produkts oder deiner Dienstleistung, die für bestimmte Kundengruppen konzipiert sind?
- Hast du bereits Kundenkontakte mit konkreten Umsätzen?
- Konntest du bereits Referenzkunden gewinnen?
- Hast du eine Strategie zur Gewinnung von Referenzkunden?
- Wie schätzt du deine Abhängigkeit von Großkunden ein?
- Ist der Bedarf deiner Kunden eher kurz- oder eher langfristig?
- Was weißt du über die Bonität deiner Kunden?
Schilder die Rolle von Service/Wartung in deiner Geschäftsidee!
- Spielen Service, Beratung, Wartung und Einzelverkauf bei deiner Geschäftsidee eine Rolle?
- Hast du ein Service- und Wartungsangebot ausgearbeitet?
- Wie sehen deine Produkt- und Dienstleistungsgarantien aus?
Beschreib die Wettbewerbssituation für deine Geschäftsidee!
- Wie sieht die Wettbewerbssituation aus?
- Welche Konkurrenten kannst du benennen, die vergleichbare Produkte oder Dienstleistungen anbieten?
- Sprechen deine Mitbewerber die gleiche Zielgruppe an?
- Wie stark ist deine Konkurrenz auf dem Markt vertreten?
- Hast du einen Überblick über die Besonderheiten, Stärken und Schwächen deiner Konkurrenten (in den Bereichen Entwicklung, Vertrieb, Marketing und Standort) im Vergleich zu deinem Unternehmen erstellt?
- Wie sieht die Gestaltung deiner Preise und Zahlungskonditionen im Vergleich zu deinen Mitwerebern aus?
- Wie schätzt du die Dauerhaftigkeit deines Wettbewerbsvorteils ein, sofern es einen gibt?
- Mit welcher Reaktion deiner Konkurrenz auf die Gründung deines Unternehmens rechnest du und was hast du als Gegenmaßnahme geplant?
- Welche Wettbewerbsstrategien hast du geplant?
Gib eine Einschätzung des Marktvolumens/Umsatzes ab!
- Welchen Anteil pro Marktsegment hälst du oder strebst du an?
- Welchen Anteil pro Marktsegment halten deine Konkurrenten?
- Welche Maßnahmen hast du zur Überwindung von Markteintrittsbarrieren geplant?
- Welche Maßnahmen hast du zur Errichtung von Markteintrittsbarrieren für Konkurrenten und Nachahmer geplant?
- Wie begründest du die Planung der Umsatzanteile für deine verschiedenen Produkte oder Dienstleistungen?
- Welche Wachstumsraten prognostizierst du für das Marktanteilsvolumen deines Unternehmens?
- Wie hoch schätzt du den Umsatz deines Unternehmens ein?
- Wie hoch schätzt du die Gewinnspanne deines Unternehmens ein?
5. Marketing und Vertrieb
Beschreib, wie du dir den Vertrieb deines Produktes vorstellst!
- Welche Vertriebsstrategie und –form hast du für den Absatz deiner Produkte oder Dienstleistungen geplant?
- Hast du strategische Vertriebspartnerschaften geplant?
- Wie hoch schätzt du die Vertriebskosten ein?
- Welche Vertriebskanäle kannst du für welche Zielgruppen nutzen?
Analysiere die Preisbildung für dein Produkt!
- Wie sieht die Preisgestaltung für dein Produkt oder deine Dienstleistung je Vertriebskanal und Zielkundengruppe aus?
- Welche Überlegungen und Kalkulationen liegen deiner Preisgestaltung zugrunde?
- Wie begründest du deine Entscheidung für eine schnelle Marktdurchdringung mit einem niedrigen Preis oder für eine hohe Ertragsabschöpfung mit einem hohen Preis?
- Wie hoch schätzt du den Endverbrauchspreis deines Produktes oder deiner Dienstleistung ein?
Schilder deine Absatzplanung!
- Welchen Absatz strebst du pro Segment an?
- Wie hoch schätzt du den Absatz pro Kundengruppe ein?
- Welches Gebiet hast du für den Absatz vorgesehen?
- Was ist bezüglich der Größe und Entfernung des Absatzgebietes an logistischen und akquisitorischen Maßnahmen einzuplanen?
Nenne deine Marketingstrategie!
- Welche Marketingstrategie hast du geplant, um die Aufmerksamkeit deiner Zielkunden auf dein Produkt oder deine Dienstleistung zu lenken?
- Was weißt du über die Marketingstrategien und Vertriebskanäle deiner Konkurrenten?
- Welches Markenbild willst du deinen Kunden vermitteln?
- Wie hoch ist der Aufwand an Zeit und Kapazitäten für die Gewinnung eines Kunden?
- Kennst du die Entscheidungsträger deiner Kunden?
- Welche Werbemittel willst du mit welcher Reichweite einsetzen?
- Wie hoch sind die kurz- und langfristigen Marketingausgaben?
6. Unternehmenskonzeption
Schilder den geplanten Unternehmensaufbau!
- Wie hast du die organisatorische Umsetzung deiner Geschäftsidee geplant?
- Welche Aktivitäten können in deinem Unternehmen ausgeführt werden, was musst du an Produkten oder Leistungen zukaufen (Make-or-Buy)?
- Welche räumlichen Kapazitäten benötigst du (Büros, Lager)?
Beschreib, wie du zu Partnerschaften stehst!
- Willst du dein Unternehmen allein oder mit Partner:innen gründen?
- Wer sind deine Partner:innen?
- Wie sieht die Beteiligungsverteilung aus, wenn du mit Partnern gründest?
- Welche Vorzüge siehst du in der Zusammenarbeit mit deinen Partner:innen?
- Welche Chancen und Risiken erkennst du in potenziellen Partnerschaften?
Wähle die Rechtsform für dein Unternehmen!
- Welche Rechtsform hast du für dein Unternehmen vorgesehen?
- Gibt es branchenübliche Rechtsformen?
- Wer hält welche Anteile bei deinem Unternehmen?
- Haftest du mit deinem persönlichen Vermögen?
- Welchen Namen verleihst du deinem Unternehmen?
Beleuchte die Gründe für deine Standortwahl!
- Nach welchem Kriterium hast du den Unternehmensstandort ausgewählt?
- Welche Vor- und Nachteile siehst du am Standort?
- Wie stellst du dir die Zukunft des Standorts vor?
- Wie sind Verkehrsanbindungen und Parkmöglichkeiten?
- Gibt es nahegelegene Anziehungspunkte für Kunden, von denen du profitieren kannst?
- Sind Konkurrenzunternehmen in der Nähe?
- Wie ist der Mietvertrag für die benötigten Räumlichkeiten gestaltet?
- Sind die Räumlichkeiten langfristig geeignet?
- Erfüllen die Räumlichkeiten behördliche Auflagen?
Nenne deine angestrebten Meilensteine!
- Welche Schritte sind zunächst und welche später erforderlich?
- Welche Meilensteine hast du definiert?
- Wie sieht der Zeitplan der Aktivitäten zum Erreichen der Meilensteine aus?
- Hast du bereits einen Meilenstein erreicht?
- Gibt es Aufgaben und Meilensteine, die voneinander abhängig sind?
- Welche Maßnahmen hast du zum Erreichen der Meilensteine vorgesehen?
- Wo siehst du Engpässe beim Erreichen der Meilensteine?
- Kannst du ein Diagramm erstellen, das den Zeitablauf deiner Gründungsaktivitäten mit den von dir definierten Meilensteinen zeigt?
7. Chancen und Risiken
Gebe eine Risiko- und Chanceneinschätzung ab!
- Welche Chancen und Risiken siehst du für deine Geschäftsidee?
- Welche Strategien hast du entwickelt, um die Chancen zu nutzen und den Risiken entgegenzuwirken?
- Welche Stärken und Schwächen deines Unternehmens gilt es zu berücksichtigen?
- Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass besonders negative Ereignisse eintreten?
- Wie schätzt du die Auswirkungen eines Schadensfalls auf den Geschäftsablauf, Umsatz und Gewinn deines Unternehmens ein?
- Wie könnte die Geschäftsentwicklung deines Unternehmens im günstigsten (Best Case) und ungünstigsten (Worst Case) Fall aussehen?
- Wo siehst du dein Unternehmen in einem, drei und in fünf Jahren?
- Welche Maßnahmen möchtest du bis dahin umgesetzt haben?
- Was benötigst du, um deine Ziele zu erreichen?
8. Finanzierung
Beschreibe deine geplante Kostenstruktur!
- Wie setzt sich die Struktur deiner Fix- und variablen Kosten zusammen?
- Wie sehen deine geplanten Personalkosten aus?
- Wie schätzt du die Entwicklung deiner Umsätze, Aufwendungen und Erträge ein?
Analysiere deinen Finanz- und Kapitalbedarf!
- Wie hoch ist dein Finanzierungsbedarf?
- Welche Investitionen müssen getätigt werden?
- Wie hoch ist der Anteil der benötigten liquiden Mittel im schlimmsten Fall?
- Wie viel Sachkapital benötigst du, um erste Umsätze zu erzielen?
- Wie viel Kapital wird bis zum Break-Even benötigt?
Lege deine Investitionsplanung dar!
- Welche Annahmen liegen deinem Finanzplan zugrunde?
- Wie begründest du diese Annahmen?
- Wie hast du deine Kennzahlen definiert?
- Welche Investitionen hast du kurzfristig geplant?
- Wie sehen deine längerfristigen Investitionen aus (3-5 Jahre)?
- Wie hoch sind die jährlichen Abschreibungen, die sich aus den jeweiligen Investitionen ergeben?
- Wie verlaufen die Kosten, die aus deiner Personalplanung resultieren?
- Wie entwickeln sich deine Flüssigmittel in den ersten fünf Geschäftsjahren?
- Wann erwartest du den Break-Even für dein Unternehmen?
- Wann erwartest du einen positiven Cashflow?
- Welche Rendite ist zu erwarten?
Nenne deine Finanzquellen!
- Welche Quellen konntest du bereits als Geldgeber für dein Unternehmen gewinnen?
- Zu welchen Zeitpunkten soll welche Quelle deinem Unternehmen Geld zur Verfügung stellen?
- Welche Angebote kannst du potenziellen Investoren machen?
- Wie hoch ist die Rendite für Geldgeber?
- Wie entwickelt sich die Kennzahl „Return of Investment“ (RoI)?
- Wie können Investoren ihren Gewinn realisieren?
Hier kannst Du Dir den Original Businessplan der efusion GmbH runterladen:
Das sind meine Empfehlungen für dein eigenes Business:
Über mich
Bildung
Meinen Bachelor und Master habe ich an der Universität zu Köln erworben. Dabei habe ich mich auf Investment und Technologie Management spezialisiert. Meine Auslandssemester habe ich in England und Japan absolviert. Dabei habe ich auch akademische Kurzzeit Programme in Taipeh, Bangkok, Moskau, Minsk und Prag absolviert. Im Berufsleben habe ich dann noch das CISA Berufsexamen und die ISO27005 RM Zertifizierung erworben.






Berufserfahrung
Angefangen habe ich bei Deloitte als Consultant. Nach fast 3 Jahren habe ich mich entschlossen zu kündigen und mein eigenes Unternehmen zu gründen. Dabei wurde ich auch mit dem Gründerstipendium vom Land NRW gefördert. Ende 2022 habe ich mich dann entschlossen bei Union Investment als IT-Risikomanager einzusteigen. Daneben war ich dort auch Projektleiter, um die DORA Anforderungen umzusetzen. Mein eigenes Unternehmen die efusion GmbH führe ich als Geschäftsführer auch weiter. Meine berufliche Expertise liegt vorallem in den Bereichen Unternehmensgründung, E-Commerce, Businesspläne, Buchhaltungssysteme, IT-Audit, IT-Security, IT-Regulatorik (DORA) und Risikomanagement.
Privates
Mein Lieblingshobby ist das Reisen. Bis jetzt war ich in 62 Ländern. Ca. die Hälfte davon habe ich zusammen mit meiner Frau bereist. Besonders gefallen haben mir die Länder Japan, wegen meiner Zeit dort im Auslandssemester und Mexiko, weil meine Frau von dort kommt. Jetzt haben wir aber eine kleine Pause mit dem Reisen eingelegt, da wir einen Sohn bekommen haben, der uns noch viel mehr Freude bringt als das Reisen.



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